Der Winter in der Partnachklamm

Im Winter durch die Klamm: vielerorts nicht möglich, in der Partnachklamm jedoch ein echter Pluspunkt. Und mit dem neuen und interaktiven Infoterminal am Eingang ist die Klamm nun noch informativer.

Nicht jeder, der sich in den Bergen aufhält, möchte zwangsweise Ski fahren. Einige zieht es eher auf die Wanderwege hoch hinaus - oder auch einmal durch tiefe Schluchten. Perfekt dafür geeignet sind Orte wie die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen. Denn sie hat auch in der Wintersaison geöffnet. Warum das geht, weiß Rudi Achtner. Er bezeichnet sich selbst gerne als "Klammgeist", oder auch manchmal als "Mädchen für alles". Seine eigentliche Berufsbezeichnung lautet aber Abteilungsleiter und Verwalter der Partnachklamm - Geist klingt nur schöner! "Unsere Klamm kann auch im Winter offen bleiben, weil es fast keine Steilstrecken gibt. Außerdem ist sie mit Fahrzeugen erreichbar. Das bedeutet, dass wir unsere Streumittel relativ leicht an die Partnachklamm bringen und somit die Sicherheit der Besucher garantieren können", sagt Achtner stolz.

So wird die Klamm winterfest

Ein normaler Wintertag beginnt deshalb um 6:00 Uhr morgens damit, dass man den kompletten Weg zur und durch die Klamm mit der Schneefräse freiräumt. Das ist glücklicherweise dank der etwas breiteren Wege maschinell möglich. Lediglich ein paar Winkel und Ecken müssen mit der Hand nachgeschaufelt werden. Danach wird das Streumittel aufgebracht. Dafür wird allerdings laut Achtner kein normaler Split wie auf den Straßen, sondern ein sogenannter "Blähschiefer" verwendet. Der sei ungefähr um die Hälfte leichter als Streusplit. "Wir müssen teilweise noch alles mit reiner Muskelkraft tragen. Dazu verwenden wir ein Joch, an dem links und rechts die Kübel hängen und das wir auf den Schultern tragen. Je leichter die Kübel sind, desto leichter tun wir uns dabei."

Hat man das Streumittel auf den genau 699 Metern Klammweg verteilt, werden die Mülleimer geleert und die allgemeine Ordnung noch einmal überprüft. Erst dann wird die Klamm um 9:00 Uhr geöffnet und bleibt den Besuchern bis 18:00 Uhr zugänglich. Warum die Partnachklamm nicht durchgehend aufbleiben kann, kann Achtner ebenfalls erklären: Sie ist nachts nicht beleuchtet und wäre deshalb zu unsicher für Besucher.

Neues interaktives Infoterminal

Wer nach dem Besuch in der Partnachklamm noch etwas Zeit hat oder wessen Abenteuerlust noch nicht gestillt ist, der sollte sich unbedingt das neue Infoterminal am Eingang noch etwas genauer ansehen. Denn hier gibt es in Zukunft alle Informationen rund um die Zugspitz Arena Bayern-Tirol auf einen Blick: seien es die Pistenpläne im Winter, interaktive Wander- und Mountainbikekarten im Sommer oder eine ganze Reihe weiterer Freizeitangebote der Region. Aber auch Unterkunftslisten oder regionale Informationen von A bis Z sind nur ein paar Fingertipper auf dem Touch-Display entfernt. Und dem einen oder anderen Stammgast dürfte das Terminal sogar bekannt vorkommen: Es finden sich bereits acht weitere der Marke Feratel in der gesamten Region. Alle Standorte und weitere Informationen gibt es hier.

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